Weitere Leistungen der Abteilung Sprachrehabilitation

In den Visiten und Teamsitzungen erfolgt der regelmäßige interdisziplinäre Austausch mit den anderen Professionen (Ärzte, Pflegende, Ergo- / Physiotherapeuten, Sozialdienst).

Die Patienten benötigen häufig individuell vorbereitete Übungsmaterialien für die Zeit nach der Entlassung oder sie werden an ambulante Therapeuten zur Sicherstellung der notwendigen Behandlungsfortführung weitergeleitet.

Bei Entlassung aus der Tagesklinik oder in andere Rehabilitationseinrichtungen erfolgt ein ausführlicher Bericht mit Befunderhebung, Behandlungsverlauf und dem jeweils erreichten aktuellen Status.


Ernährung älterer Menschen im Krankenhaus

Dieses Thema liegt uns besonders am Herzen. Nicht nur Patienten mit Schluckstörungen sind von Malnutrition (Mangelernährung) und Exsikkose (Austrockung) bedroht. Aufgrund der altersbedingten körperlichen und psychischen Veränderungsprozesse (fehlender Appetit, veränderter Nährstoffbedarf, Kauprobleme, vermindertes Durstgefühl, reduziertes Geschmacksempfinden, Depressionen etc.) betrifft dies nahezu alle unsere Patienten.

Zusammen mit Diätassistentinnen, zwei Pflegekräften und einer Pflegeassistentin entwickeln wir im Arbeitskreis "Ernährung" Möglichkeiten, die Ernährungssituation im Hause zu verbessern und so die Patientenzufriedenheit zu erhöhen.

Patienten bzw.Angehörige werden mit Hilfe des sog. Ernährungs-Assessments befragt, um Risikofaktoren zu identifizieren und den aktuellen Ernährungszustand zu ermitteln. Angehörige können sich in einer Ernährungssprechstunde mit einer Diätassistentin über Wünsche, Vorlieben, Abneigungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten etc. des betroffenen Patienten austauschen, um eine individuellere Gestaltung der Mahlzeiten zu ermöglichen.

Darüber hinaus wurden die Speisepläne visualisiert, das heißt, den Patienten können die drei Mittagessen pro Tag zur Auswahl als laminierte Bildvorlagen mit dem entsprechenden Großdruck-Schriftbild und natürlich parallel lautsprachlich vorgetragen werden. Gerade für die Aufnahme der Essenswünsche bei dementen und kommunikationsgestörten Patienten bewährt sich, die verschiedenen Sinneswahrnehmungen bei der Essensauswahl anzusprechen. Die Wiedererkennung wie auch die Akzeptanz der bestellten Mahlzeit ist deutlich höher. Gleichzeitig kann die Verpflegungsassistentin zeitsparender arbeiten, weil sie nicht mehrfach die Wahlmöglichkeiten vortragen muss.

Aktuell überprüfen wir, wie man die Speisepläne noch effizienter und altengerechter zusammen stellt und wie man z.B. selbständige Patienten in die Ernährungsplanung und -umsetzung einbinden kann (Kochgruppen, Einkaufshilfen etc.).