In der Ergotherapie sind Patienten in verschiedenen kreativen, handwerklichen und lebenspraktischen Bereichen tätig. Dabei können sie erfahren und spüren, wie sie sich z.B. anstrengen, konzentrieren, durchhalten, sich auf neue Dinge einlassen und wie sie mit Fehlern umgehen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, verloren gegangene Fähigkeiten und Wünsche wieder zu entdecken. Das soziale Miteinander kann in den Gruppen (z.B. Seniorengruppe) und beim lebenspraktischen Training (z.B. in der Kochgruppe) erlebt werden. Nicht zuletzt können die kognitiven Fähigkeiten auch in speziellen Trainingsgruppen (z.B. Hirnleistungstraining) verbessert werden.


Was ist Ergotherapie?

Ergotherapie ist abgeleitet aus den griechischen Worten Ergon für Sichbewegen und Selbsttätigsein sowie Therapie für Krankenbehandlung.

Ergotherapie erscheint auf den ersten Blick als Basteln und "etwas schönes Tun" oder Zeitvertreib. Weiter gesehen beinhaltet dieses "Basteln" aber neben der Ablenkung auch andere therapeutische Inhalte.

  • Arbeiten bzw. sich beschäftigen ist Bestandteil der Selbstentwicklung.
  • Die Selbstwahrnehmung wird auf das Tun, die Aktivität, auf die eigenen Fähigkeiten und auch auf die Art wie man etwas macht gelenkt.
  • Wahrnehmen und Spüren wie man sich anstrengt, sich konzentriert, wie man durchhält und wie man mit Fehlern umgeht.
  • Lernen verlorengegangene Bedürfnisse und Wünsche wahrzunehmen und zum Ausdruck zu bringen
  • Lernen sich mit Mitmenschen auseinanderzusetzen, sich einlassen und auch abgrenzen zu können.

Tages- bzw. Wochenstrukturierung

In der Ergotherapie wird der psychisch Kranke nicht eigentlich behandelt, man bringt ihn vielmehr selbst zum Handeln. Die Ergotherapie entwickelt ihre besten Wirkungen oft gerade dann, wenn ihr therapeutischer Aspekt in Vergessenheit gerät.