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Notfall-Labor (POCT Labor)

Notfall-Labor (POCT Labor)
und Zentrallabor der Vestischen Caritas-Kliniken GmbH

In unserem POCT-Labor (Notfall-Labor) werden die zeitkritischen und lebensnotwendigen Untersuchungen vor Ort durchgeführt. POCT steht dabei für Point-of-Care-Testing, zu Deutsch: patientennahe Labordiagnostik.

Weitergehende Routine-Untersuchungen werden im Zentrallabor der Vestischen Caritas-Kliniken GmbH durchgeführt. Hierzu finden täglich mehrere Routinefahrten nach Datteln statt, um auch hier eine zeitnahe Diagnostik zu gewährleisten. Zu den Notfall-Parametern unseres POCT-Labors gehören u.a. die Bestimmung des kleinen Blutbildes, die Blutzucker-Bestimmung, die Durchführung der Blutgasanalysen sowie einige Schnellteste (Drogenanalytik und Infarktdiagnostik).

Die wichtigsten Bereiche sollen im Folgenden kurz beschrieben werden:
Zu den häufigsten Untersuchungsmaterialien gehören Blut, Urin und Stuhl; seltener werden Liquor (Flüssigkeit im zentralen Nervensystem, z.B. im Rückenmark), Magensaft u.ä. untersucht. Die Hämatologie befasst sich im Wesentlichen mit dem "Blutbild". Hierunter versteht man die Zählung der Leukozyten (weiße Blutkörperchen), Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Thrombozyten (Plättchen) sowie die Bestimmung des Hämoglobins (Hb) (für den Sauerstofftransport verantwortlicher roter Bestandteil der Erythrozyten). Aufgrund des Blutbildes lassen sich viele Krankheiten erkennen, z.B. Leukämien (massive Erhöhung der Leukozyten), Thrombopenien (Erniedrigung der Thrombozyten) und Anämien (niedriges Hb, z.B. bei massiven Blutungen und Tumoren). Eine genauere Diagnose erlaubt dann das Differentialblutbild. Hierbei handelt es sich um einen Blutausstrich, der mikroskopisch beurteilt wird.

Zur Immunhämatologie gehören u.a. die Bestimmung der Blutgruppen sowie die Kreuzproben (Verträglichkeitsprobe). Ein niedriges Hb im Blutbild hat die Blutgruppenbestimmung zur Folge. Im Anschluss daran wird ein blutgruppengleiches Erythrozyten-Konzentrat gekreuzt, d.h. es wird die Verträglichkeit mit dem Empfänger (Patient) überprüft. Erst danach darf dem Patienten das Blut übertragen werden.

In der Immunologie werden mit hochspezifischen Antigen- und Antikörperreaktionen verschiedene Substanzen quantitativ bestimmt. Durch die hohe Spezifität können sehr geringe Konzentrationen gemessen werden. Die meisten Tests dienen sowohl dem Screening (z.B. Tumormarker) als auch der Verlaufskontrolle (z.B. Medikamente und Drogen).

Die Gerinnungsphysiologie beinhaltet die Bestimmung des Quick-Wertes, der aPTT, der PTZ sowie des Fibrinogens. Diese Parameter dienen der Erfassung von Störungen innerhalb des Gerinnungs-Systems, welches ein kompliziertes Zusammenspiel von vielen Gerinnungsfaktoren ist. So ist der Quick-Wert z.B. erniedrigt bei Vitamin K-Mangel und angeborenem Mangel der Faktoren II, V, VII und X. Außerdem werden Patienten mit Hilfe des Quick-Wertes auf Marcumar® eingestellt („blutverdünnendes“ Medikament bei erhöhtem Thromboserisiko). Die aPTT dient u.a. zur Verlaufskontrolle bei Infarktpatienten.

Der Urinuntersuchung kommt bei der Erkennung von Nierenkrankheiten größte Bedeutung zu. Zum Urinstatus gehören die Bestimmung des pH-Wertes sowie die Untersuchung auf Eiweiß, Zucker, Nitrit, Bilirubin etc. Außerdem wird jeder Urin mikroskopisch untersucht. Dabei kann man Bakterien, rote und weiße Blutkörperchen sowie Zylinder und Salze nachweisen (s.u.).

In der Klinischen Chemie werden mit Hilfe der Photometrie (Lichtmessung) Enzyme und Substrate bestimmt. Die Klinische Chemie macht den größten Teil unseres Routine-Labors aus. Zu den bekanntesten Enzymen gehören: GOT (Leber, Herz), Gamma-GT (Leber), CK und LDH (Herz, s.o.).
Zu den bekanntesten Substraten gehören: Blutzucker (Insulinmangel bei Schädigung der Bauchspeicheldrüse), Cholesterin (Blutfett), Eiweiß (Niere, Leber), Kreatinin (Niere).

Die Bestimmung der Elektrolyte Natrium, Kalium und Calzium dient der Erfassung von Störungen des Elektrolytstoffwechsels (z.B. bei Niereninsuffizienz, Azidose, Störungen des Schilddrüse- und Glukosestoffwechsels).

Die Bestimmung der Blutgase in körperlicher Ruhe und unter Belastung ist von großer praktischer Bedeutung für die Beurteilung vieler Krankheitszustände. Die wichtigsten Messgrößen sind der pH-Wert, der Sauerstoffdruck, der Kohlensäuredruck sowie die Sättigung. Blutgasanalysen sind von entscheidender Bedeutung bei der Kontrolle von Beatmungspatienten und Patienten mit schweren Lungen- und Stoffwechselerkrankungen.

Kontakt

Leitung

Uta Prüß, MTA

Tel: 02309 63-200
Fax  02309 63-201
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