Ergänzende Angebote pflegerischer Versorgung

Basale Stimulation in der Pflege
Ziel der basalen Stimulation ist die Patienten in den Fähigkeiten Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation zu begleiten und zu fördern.Das Konzept der basalen Stimulation geht davon aus, über gezielte, systematische Anregung die Sinne anzuregen. Das Wesentliche der basalen stimulierenden Pflege orientiert sich an dem strukturierten und sinngebenden Anbieten bekannter Informationen.

Aromapflege
In der Arbeit mit unseren Patienten wird auf Körper, Seele und Geist eingegangen. Seit vielen Jahren nutzen wir die unterstützende Heilwirkung der ätherischen Öle in unserem Haus. Aromapflege und -Therapie beziehen sich auf die Gesamtheit der pflegebedürftigen Person. Sie wirken durch das Berühren, das Riechen und durch die bewusste und unbewusste Wahrnehmung. Aromapflege befasst sich mit der Erhaltung und Pflege der Gesundheit, mit Hilfe von fetten und ätherischen Ölen. In unserem Haus werden nur 100% naturreine, unveränderte ätherische Öle eingesetzt, die von speziell geschultem Personal angewandt werden. Die kontrollierte Anwendung von ätherischen Ölen zur Behandlung von Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungen wird als Aromatherapiebezeichnet. Diese darf nur auf schriftliche ärztliche Anordnung erfolgen.

Kinästhetik
Kinästhetik ist die Lehre der Kinästhesie, also der unbewussten, kontinuierlichen Bewegungswahrnehmung. Diese spielt gerade in der pflegerischen Arbeit eine große Rolle. So soll verhindert werden, dass die vielfältigen Belastungen im Pflegealltag zur dauernden Überlastung werden. Kinästhetik bietet die Möglichkeit, die erlernten Muster der menschlichen Bewegungsfähigkeit bewusst wahrzunehmen und ein kräfteschonendes Bewegungsverhalten zu entwickeln. Sie bietet weiterhin die Möglichkeit, zu erlernen über den körperlichen Ausdruck von Gefühlen in Beziehung zu andern Menschen zu treten. (sensomotorische Interaktionsfähigkeiten). Sie zielt auf die Erweiterung persönlicher und beruflicher Kompetenz im zwischenmenschlichen Bereich und somit auf eine höhere Bewusstheit, Flexibilität und Handlungsfähigkeitin der helfenden Beziehung hin. Diese persönliche Qualifikation muss ebenso wie medizinisches Fachwissen erlernt und erworben werden. Der Lern- und Erfahrungsprozess zur Veränderung von einschränkenden Bewegungsgewohnheiten und zur Erweiterung der sozialen Kompetenz im beruflichen Handeln ist immer ein längerfristiger Prozess.

Gartentherapie
Das Leben und Arbeiten mit Erde, Boden und Pflanzen hat den Menschen in seiner ganzen Geschichte begleitet. Wenn wir Gartenarbeit als Therapie verstehen, gehen wir davon aus, dass der Umgang mit Pflanzen und die Bewegung in der Natur dem Patienten gut tun. Therapeutisch angewandtes Gärtnern bringt den Patienten in Kontakt mit Wachstum und Veränderung. Durch landwirtschaftliche Arbeit im Rhythmus der Natur wird dem Patienten ein vertrautes, festes und einsichtiges Handlungsschema geboten:

Die Gartenarbeit hilft dem Patienten, Ressourcen wahrzunehmen, zu intensivieren und Defizite abzubauen. Ziel des therapeutischen Angebotes ist es, das Wohlbefinden der Betroffenen zu steigern. Die Einschätzung erreichbarer und auf die individuelle Situation abgestimmter Therapieziele nehmen in der Arbeit mit unseren Patienten eine herausragende Rolle ein.