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26.07.16Brand im St.-Laurentius-Stift


Am Montagabend setzte eine ehemalige Patientin des St.-Laurentius-Stifts im Eingangsbereich des Erdgeschosses einen Teppich mit Brandbeschleuniger in Flammen. Ein umsichtiger Patient und ein Besucher zogen den Teppich geistesgegenwärtig direkt aus dem Windfang ins Freie vor das Gebäude, wodurch eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert werden konnte. Die Geschäftsführung des St.-Laurentius-Krankenhauses ist dem Patienten sowie dem Besucher zu großem Dank verpflichtet.

Die Patientin wurde bei Ihrer Tat um ca. 19:00 Uhr von einem Mitarbeiter der Pforte beobachtet, der unmittelbar den Hauptbrandmelder betätigte und so die Feuerwehr fast gleichzeitig mit der automatischen Brandmeldeanlage informierte. Neben der Alarmierung der Feuerwehr wurden durch das System auch umgehend alle Mitarbeiter im Gebäude gewarnt. Nach dem Eintreffen der Waltroper Feuerwehr konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und eine Ausbreitung des Schadensereignisses im Erdgeschoss verhindert werden.  Aufgrund der starken Rauchentwicklung, musste der Mitarbeiter der Pforte beim Eintreffen der Rettungskräfte wegen einer Rauchgasvergiftung durch den Notarzt behandelt werden. Er wurde vorübergehend vom Dienst freigestellt. Für die Patienten und Mitarbeiter der oberen Etagen und den angrenzenden Gebäuden bestand keine Gefahr.

Bereits in der Nacht zum Dienstag haben hauseigene Reinigungskräfte begonnen, die Eingangshalle zu säubern. Dank des umsichtigen und verantwortungsvollen Verhaltens des Patienten, des anwesenden Besuchers und des schnellen Eingreifens der Feuerwehr, konnte der Betrieb im St.-Laurentius-Stift am Dienstagmorgen wieder aufgenommen werden. Der Sachschaden beschränkt sich auf eine starke Geruchsbelästigung im Erdgeschoss. Eine spezielle und professionelle Reinigung wurde bereits veranlasst.

Die für den Brand verantwortliche Patientin befand sich vor einiger Zeit im St.-Laurentius-Stift in Behandlung, hatte die Therapie jedoch auf eigenen Wunsch abgebrochen. „Wir bedauern sehr, dass es zu einem solchen Vorfall gekommen ist. Leider führen psychische Erkrankungen in seltenen Fällen zu gesetzeswidrigen oder gewalttätigen Handlungen. Jedoch kann die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten solcher Vorfälle durch eine konsequente psychiatrische Behandlung deutlich reduziert werden. Ich bin froh, dass die Polizei die verantwortliche Patientin schnell und wohlbehalten aufgefunden hat“, erklärt Jens Köster, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am St.-Laurentius-Stift Waltrop.

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